Warum müssen wir uns immer festlegen?

Warum muss man sich immer festlegen?

Gewiss! Um Höchstleistungen erbringen zu können, muss man sich spezialisieren. Und dann trainieren, lernen, besser werden.

Wettbewerbsfähig bleiben. Das scheint in einer Zeit, die ja auch immer noch vom Weltbild des Darwinismus geprägt ist, die erste Priorität zu sein.

Aber was kommt danach? Was kommt nach der Erschöpfung? Wann kommt die Erholung, wenn überhaupt?

Man darf nichr mehr alt sein, schlecht ausgebildet sein, sensibel, desinteressiert, ohne Ehrgeiz. (War das eigentlich schon einmal anders?)

Womöglich ist es sogar zu spät, die aktuell hoch gehaltenen Werte vom Sockel zu stoßen und noch einmal neu anzufangen. Es ist ja alles schon da gewesen. Was denkbar war, das wurde zumindest erprobt. Was soll noch Neues nachkommen?

Es schließt sich der Gedanke an, der Mensch sei nun doch allmählich zu einer Art Auslaufmodell geworden. Zu deutlich spüren wir inzwischen die eigene Unvollkommenheit. Wir können den Anforderungen, die wir selbst an uns stellen, nicht mehr gerecht werden. So manches kann die Maschine inzwischen auch besser …

… nun, für jedes einzelne Dasein können wir nicht anders, als anzuerkennen, dass der Zenit eines Tages überschritten sein wird, man einem Ende entgegen gehen wird. Bei der Gattung Mensch als Ganzes aber, da sehen wir das anders.

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